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Im Herbst 2003 wurde das Projekt „ORSOeducation“ ins Leben gerufen. Schulklassen von Gymnasien, Real- und Hauptschulen besuchen dabei Proben aller Ensembles von ORSO. Rund 3000 Schülerinnen und Schüler verfolgten innerhalb der letzten drei Spielzeiten mit Begeisterung unseren Probenbetrieb.
Seit etwa einem Jahr werden nun diese Proben nicht mehr nur für Schüler angeboten, es werden auch Einladungen an Kinderheime und Heime mit behinderten Kindern ausgesprochen. Damit soll auch den oft außen vor gelassenen Gesellschaftsgruppen das Entdecken und Eintauchen in die Welt der Musik ermöglich werden. Bei behinderten Kindern hat Musik oft eine therapeutische Wirkung, die wir gerne unterstützen. Bei einem Probenbesuch von behinderten und nicht behinderten Kindern ergibt sich ein ungezwungenes Zusammenkommen, das wir als Orchester mit Blick auf den Integrationsgedanken, den Musik in sich trägt, nur begrüßen können.
Aber es sind nicht nur rein musikalische Inhalte in unseren öffentlichen Proben von Bedeutung, sondern auch kulturgeschichtliche, politische und psychologische Hintergründe fließen in die Probenarbeit mit ein. Gleichzeitig werden die Schüler nach Ihrer Meinung zu bestimmten Stellen in der Musik gefragt. Wodurch zeichnet sich der Höhepunkt im Schlusssatz der 4. Sinfonie aus? Wie kommt er zustande? Wodurch entsteht Spannung? Wie entsteht überhaupt Musik und warum kann sie eine so große Macht ausüben? Wieso können Konzerte manchmal so furchtbar langweilig sein?
Wozu ist ein Dirigent überhaupt da? Was bedeutet es, Orchestermusiker, Solist, Komponist oder Dirigent zu sein?
All diese Fragen werden aufgeworfen, humorvoll und spannend verpackt und eben auch beantwortet. Interpretiert werden Werke der symphonischen Hochromantik bis zur Moderne. Die beiden Eliteensembles „ORSOwinds“ und „ORSOphilharmonic“ tun dies mit großer Leidenschaft und viel Engagement – und genau das kommt bei den Schulen in der Region sehr, sehr gut an! „Brauche ich Abitur um Dirigent werden zu können?“...das war die Frage eines Hauptschülers an seine Lehrerin nach seinem ersten Besuch einer unserer Proben von ORSOphilharmonic!
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Seit einigen Jahren erkundigen sich in unzähligen Anfragen Eltern, Musiklehrer und Schulleiter bei uns nach „ORSOeducation“. Sie wollen wissen, wie man es fertig bringt, mit jungen Menschen, Schülern, Musikstudenten und Berufsanfängern Musik so lebendig, lustvoll, unverkrampft und doch auf künstlerisch höchstem Niveau darzubieten, wie es bei ORSO gelingt.
Seit es bei uns das Education-Programm gibt, sehen wir mit Freude, wie positiv dieses Angebot aufgenommen wird. Vor allem viele Eltern, die ihren Kindern keine musikalischen Grundkenntnisse vermitteln können, nehmen unser Angebot dankbar wahr. Auch Musikpädagogen bringt unsere Veranstaltung ganz neue Impulse für die Vermittlung ihrer Lehrplaninhalte. Musik wird praktisch, wird erlebbar und ist nicht mehr nur graue Theorie mit dem ein oder anderen Hörbeispiel. Instrumente, die den Schulen gar nicht zur Verfügung stehen (Harfe, Euphonium, Bassklarinette etc.) können von den Schülern ausprobiert werden, die Schüler sitzen während der Proben inmitten des Orchesters (besonders beliebt ist der Platz direkt hinter der Percussion), um den vollen Orchesterklang in sich aufzunehmen und den Musikern bei der Arbeit zuzusehen, diese Chance bekommen sie sonst nirgends!
Wir wünschen uns, dass ORSOeducation weitergeführt werden kann. Mit der kommenden Spielzeit haben wir die Möglichkeit, erneut rund 2000 Jugendliche in unseren öffentlichen Wochenendproben zu erreichen, um diese für Musik von Beethoven bis zu den Beatles zu begeistern! Wir können und wollen Kinder und Jugendliche, Eltern und Lehrer noch besser betreuen, sie mit spannenden Informationen zu den gespielten Werken versorgen, zu Diskussionen, Meinungsaustausch und intensiver Auseinandersetzung mit Musik, Kunst und Kultur anregen und würden uns immens freuen, wenn noch mehr Jugendliche im Konzerthaus bei Tschaikowsky-Sinfonien anzutreffen sind.
ORSOeducation ist für alle Teilnehmer kostenlos!!
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